Helene Deutsch - Der feminine Masochismus und seine Beziehung zur Frigidität (1930) Textbesprechung
07:00
Thanatos Verlag - Klassische Psychoanalyse

Helene Deutsch - Der feminine Masochismus und seine Beziehung zur Frigidität (1930) Textbesprechung

Helene Deutsch - Der feminine Masochismus und seine Beziehung zur Frigidität (1930) - Eine kleine Textbesprechung Helene Deutsch, als weibliche Psychoanalytikerin scheut sich nicht dafür, im Freud´schen Denken die eigene, sprich weibliche Sexualität und Subjektgenese zu betrachten. Dabei theoretisiert sie, dass der weibliche Sexualgenuss, aber auch ihre kulturelle Betätigung erst umfänglich möglich ist, wenn sie, im Sinne ihrer Anatomie, einen Zugang zu masochistischen Begehrensweisen entwickelt, diese in den Vordergrund ihrer sexuellen Begehrens stellt. Mit Masochismus ist an dieser Stelle eher die Verortung des Sexualorgans der Frau als passiv-aufnehmend gemeint, und stellt damit eine Überwindung des Penisneids dar, und eine Ablösung von der phallischen infantilen Masturbation an der Klitoris. Sie setzt diese Aspekte auch in Zusammenhang mit Geburt, Entjungferung (Defloration) und Mutter sein. All das benötigt eine Anerkennung der eigenen Anatomie und damit verbundener Begehrensweisen. Anders gesagt, nach Deutsch kann eine Mutter dem Kind einzig Urvertrauen ermöglichen, wenn sie sich dem Säugling masochistisch hingeben kann. Damit verfolgt Deutsch in ihrer Betrachtung die Gedankengänge der klassischen Psychoanalyse. - Benjamin Seegert – Meine Website: oedipus.info Bild: Rada Krüger https://www.radakrueger.com/ Helene Deutsch - Helene Deutsch - Der feminine Masochismus und seine Beziehung zur Frigidität (1930) https://archive.org/details/InternationaleZeitschriftFuumlrPsychoanalyseXvi1930Heft2/page/n23/mode/2up
Benjamin Seegert - Das Helfersyndrom - Eine kleine Psychoanalyse
08:08
Thanatos Verlag - Klassische Psychoanalyse

Benjamin Seegert - Das Helfersyndrom - Eine kleine Psychoanalyse

Benjamin Seegert - Das Helfersyndrom - Eine kleine Psychoanalyse Möglicherweise als kulturelles Erbe christlicher Werte, ist ein Opfer zu sein, ein nicht selten begehrtes Ziel vieler Begehrensweisen innerhalb unserer westlichen Gesellschaft. Das Helfersyndrom, und Jesus als aufopfernder Helfer mag dafür Vorbild sein, reiht sich in diese Betrachtungsweise ein. Der Helfer ist eigentlich ein versteckter Sadist, er ist passiv aggressiv, und hilft dem Anderen einzig eigener Begehren wegen. Die Möglichkeit durch Hilfe jemanden abhängig zu halten, jemanden zur Gegenliebe und Gegenversorgung zu nötigen wird damit offensichtlich. Dem Helfer ging und geht es nicht um den Anderen, sondern einzig um sich selbst. Die Schwierigkeiten die sich daraus ergeben kann man vielen Aspekten herausstellen; an therapeutischen Haltungen heutzutage, an Eltern-Kind Beziehungen, an Liebes und Freundschaftsbeziehungen oder aber an höchst fragwürdigen Unterwerfungsgesten unter bspw. die BlackLivesMatterBewegung oder muslimischer Kulturen. Im Kern bleiben auch diese Gesten eine Bewegung die dem "Opfer" nicht zur Emanzipation verhelfen, sondern immer und überall den Opferstatus zu manifestieren suchen. Rassismus wird gefunden, weil er gefunden werden möchte, und letztlich darf er auch garnicht verschwinden. Diese politische Dimension auszuführen wird Aufgabe nächster Videos meiner sein, soll an dieser Stelle jedoch einzig als Einladung zum "Darüber Nachsinnen" sein. - Benjamin Seegert - Meine Website: https://www.oedipus.info/ Bild: Rada Krüger https://www.radakrueger.com/
Das steife Mädchen - Die Behandlung einer Depression (Fallbericht)
17:04
Ein Beitrag zum Verständnis des Sado-Masochismus - Jsidor Sadger - Eine kleine Paychoanalyse
06:39
Thanatos Verlag - Klassische Psychoanalyse

Ein Beitrag zum Verständnis des Sado-Masochismus - Jsidor Sadger - Eine kleine Paychoanalyse

Sadismus, Masochismus und Kindheit Der Psychoanalytiker Jsidor Sadger macht in diesem Text den Versuch, die Ursprünge des Sadismus wie auch des Masochismus in die Körperlichen Erlebnisse der Frühzeit der Kindheit zu verlegen. Auch wenn der sexuelle Aspekt, welcher den Kern der Psychoanalyse Sigmund Freuds bildet, hier gebührend hochgehalten wird, wird es nicht ganz deutlich, wie sich am Ende Bedeutung im Kinde stiftet. Innerhalb des Unbewussten, in moderner Psychologie oft fälschlicherweise Unterbewusstsein genannt, stifte sich diese Bedeutung, ausgehend von Kindheitserfahrungen und deren Verdrängungen. Dabei sei es besonders die Ambivalenz, die ein jedes Begehren, dessen Erfüllung und Versagung, mit sich bringt, was den späteren Umgang mit Begehren definiert. Auch die Homosexualität lasse sich, so Sadger, aus diesen frühen Erfahrungen erklären. Sadismus und Masochismus seien dabei weniger als Symptome zu betrachten, sondern als allgemeine Umgangsweisen mit Lüsten, ob eher passiv, oder eher aktiv ausgestaltet. Sadger gibt in diesem Text keinen Einblick die Behandlung, bzw. die Psychotherapie dieser Phänomene, auch nicht darin, wie sie sich im Traum oder der Traumdeutung zeigen, aber macht eine interessante Theorie über die Entstehung der Phänomene außerhalb des Ödipuskomplex, bzw. des Strukturmodells der Psyche (Ich, Es, ÜberIch) auf. Dahingehend sei Sadismus und Masochismus keine Folge eines konkreten Traumas, sondern eher Folge der Erfahrungen von frühkindlichen Befriedigungen und Versagungen. Der Text wurde 1926 veröffentlicht. Wer hat die Kamerageile Motte im Video entdeckt...? Meine Website: oedipus.info Instagram: https://www.instagram.com/benjamin_seegert/ Bild: Rada Krüger Radakrueger.com https://www.instagram.com/radakrueger/