Benjamin Seegert - Freundschaft zwischen Mann und Frau - Eine kleine Psychoanalyse
07:20
Thanatos Verlag - Klassische Psychoanalyse

Benjamin Seegert - Freundschaft zwischen Mann und Frau - Eine kleine Psychoanalyse

Benjamin Seegert - Freundschaft zwischen Mann und Frau - Eine kleine Psychoanalyse Vom Wesen der Freundschaft Gerne schmeißen Leute um sich, mit dem Begriffen Freunde und Freundschaft. Einzig um bald zu erkennen, nicht nur wie vergänglich, doch auch wie wenig tiefgreifend nämliche Beziehungen sind oder waren. Dahingehend stellt sich die Frage, was Freundschaft überhaupt ist. Wenn man Freundschaft, im Freudschen Sinne, als sexuell gehemmte Liebesbeziehung betrachtet, muss man sich weiterhin fragen, ob Freundschaft zwischen Mann und Frau überhaupt möglich ist. Freundschaft und Liebe unterscheiden sich durch ihre sexuelle Hemmung, welche jedoch nicht bewusst eingesetzt wird, sondern unbewusst. Dahingegend bezweifel ich einerseits, dass man viele Freunde haben kann, wie man auch nicht viele Menschen gleichzeitig wahrhaftig lieben kann, und andererseits bezweifel ich auch dass Freundschaft zwischen Mann und Frau möglich ist. Wäre es eine Liebesbeziehung, welche nicht durch verdrängte Sexualität gehemmt ist, wäre es eine reale, romantische Liebesbeziehung, und/oder würde sich immer in Richtung dessen bewegen. Nicht selten wird deshalb etwas als angebliche Freundschaft ausgehalten, um eigentlich der Hoffnung sich nicht entledigen zu müssen, irgendwann doch sexuell mit der Person verkehren zu können. Der Artikel zum Text: https://www.oedipus.info/post/benjamin-seegert-freundschaft-zwischen-mann-und-frau-vom-wesen-der-freundschaft Bild: Rada Krüger https://www.radakrueger.com/
Helene Deutsch - Der feminine Masochismus und seine Beziehung zur Frigidität (1930) Textbesprechung
07:00
Thanatos Verlag - Klassische Psychoanalyse

Helene Deutsch - Der feminine Masochismus und seine Beziehung zur Frigidität (1930) Textbesprechung

Helene Deutsch - Der feminine Masochismus und seine Beziehung zur Frigidität (1930) - Eine kleine Textbesprechung Helene Deutsch, als weibliche Psychoanalytikerin scheut sich nicht dafür, im Freud´schen Denken die eigene, sprich weibliche Sexualität und Subjektgenese zu betrachten. Dabei theoretisiert sie, dass der weibliche Sexualgenuss, aber auch ihre kulturelle Betätigung erst umfänglich möglich ist, wenn sie, im Sinne ihrer Anatomie, einen Zugang zu masochistischen Begehrensweisen entwickelt, diese in den Vordergrund ihrer sexuellen Begehrens stellt. Mit Masochismus ist an dieser Stelle eher die Verortung des Sexualorgans der Frau als passiv-aufnehmend gemeint, und stellt damit eine Überwindung des Penisneids dar, und eine Ablösung von der phallischen infantilen Masturbation an der Klitoris. Sie setzt diese Aspekte auch in Zusammenhang mit Geburt, Entjungferung (Defloration) und Mutter sein. All das benötigt eine Anerkennung der eigenen Anatomie und damit verbundener Begehrensweisen. Anders gesagt, nach Deutsch kann eine Mutter dem Kind einzig Urvertrauen ermöglichen, wenn sie sich dem Säugling masochistisch hingeben kann. Damit verfolgt Deutsch in ihrer Betrachtung die Gedankengänge der klassischen Psychoanalyse. - Benjamin Seegert – Meine Website: oedipus.info Bild: Rada Krüger https://www.radakrueger.com/ Helene Deutsch - Helene Deutsch - Der feminine Masochismus und seine Beziehung zur Frigidität (1930) https://archive.org/details/InternationaleZeitschriftFuumlrPsychoanalyseXvi1930Heft2/page/n23/mode/2up
Ein Beitrag zum Verständnis des Sado-Masochismus - Jsidor Sadger - Eine kleine Paychoanalyse
06:39
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Ein Beitrag zum Verständnis des Sado-Masochismus - Jsidor Sadger - Eine kleine Paychoanalyse

Sadismus, Masochismus und Kindheit Der Psychoanalytiker Jsidor Sadger macht in diesem Text den Versuch, die Ursprünge des Sadismus wie auch des Masochismus in die Körperlichen Erlebnisse der Frühzeit der Kindheit zu verlegen. Auch wenn der sexuelle Aspekt, welcher den Kern der Psychoanalyse Sigmund Freuds bildet, hier gebührend hochgehalten wird, wird es nicht ganz deutlich, wie sich am Ende Bedeutung im Kinde stiftet. Innerhalb des Unbewussten, in moderner Psychologie oft fälschlicherweise Unterbewusstsein genannt, stifte sich diese Bedeutung, ausgehend von Kindheitserfahrungen und deren Verdrängungen. Dabei sei es besonders die Ambivalenz, die ein jedes Begehren, dessen Erfüllung und Versagung, mit sich bringt, was den späteren Umgang mit Begehren definiert. Auch die Homosexualität lasse sich, so Sadger, aus diesen frühen Erfahrungen erklären. Sadismus und Masochismus seien dabei weniger als Symptome zu betrachten, sondern als allgemeine Umgangsweisen mit Lüsten, ob eher passiv, oder eher aktiv ausgestaltet. Sadger gibt in diesem Text keinen Einblick die Behandlung, bzw. die Psychotherapie dieser Phänomene, auch nicht darin, wie sie sich im Traum oder der Traumdeutung zeigen, aber macht eine interessante Theorie über die Entstehung der Phänomene außerhalb des Ödipuskomplex, bzw. des Strukturmodells der Psyche (Ich, Es, ÜberIch) auf. Dahingehend sei Sadismus und Masochismus keine Folge eines konkreten Traumas, sondern eher Folge der Erfahrungen von frühkindlichen Befriedigungen und Versagungen. Der Text wurde 1926 veröffentlicht. Wer hat die Kamerageile Motte im Video entdeckt...? Meine Website: oedipus.info Instagram: https://www.instagram.com/benjamin_seegert/ Bild: Rada Krüger Radakrueger.com https://www.instagram.com/radakrueger/
Die Eifersucht - Ernest Jones - Eine kleine Psychoanalyse
08:41
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Die Eifersucht - Ernest Jones - Eine kleine Psychoanalyse

Was ist Eifersucht? Eifersucht, Liebe und Schuldgefühl Der Ödipuskomplex, ein unbewusstes Schuldgefühl und verdrängte homosexuelle Begehren sind für den Psychoanalytiker Ernest Jones, enger Begleiter von Sigmund Freud, die Bedingungen für die Eifersucht. Innerhalb der klassischen Psychoanalyse ist der Ödipuskomplex Dreh- und Angelpunkt für die Entwicklung der Psyche. Der Ödipuskomplex ist dann auch erstes Erlebnis der Eifersucht für das Kind. Diese ersten Gelüste, auf den gegengeschlechtlichen Elternteil unterliegen jedoch der Verdrängung, leben jedoch im Unbewussten – in moderner Psychologie fälschlicherweise oft Unterbewusstsein genannt – weiter. Daher braucht es für die Eifersucht nicht unbedingt rationale Anlässe, sie ist als ein Komplex weiterhin erhalten. Die Eifersucht kann als eine Art Symptom betrachtet werden, welches weitere Begründung in einem unbewussten Schuldgefühl findet. Dieses unbewusste Schuldgefühl sorgt dafür, dass die Liebe die man empfindet, eine kompensatorische Liebe ist, statt eine wahre Liebe. Die Kompensatorische Liebe kompensiert einzig ein Minderwertigkeitsgefühl. Heißt, die Liebe anderer wird gesucht, um den eigenen Narzissmus zu stärken. Die Psychoanalyse als Psychotherapie verstanden, müsste dementsprechend die Aufgabe erfüllen, dieses Unbewusstes Schuldgefühl aufzulösen, da dieses das Hindernis der Gesundheit sei. Bezüglich einer unbewussten Homosexualität geht Jones davon aus, dass bspw. der Eifersüchtige Mann eigentlich unbewusst Interesse an dem anderen Mann habe. Dieses Interesse könne er sich jedoch nicht eingestehen und muss es in Form von Hass abwehren. Meine Website: oedipus.info Instagram: https://www.instagram.com/benjamin_seegert/ Bild: Rada Krüger Radakrueger.com https://www.instagram.com/radakrueger/